Häufige Krankheiten


Kurz zum Darm (Durchfall, Blähungen)

Die Verdauung von Kaninchen und Meerschweinchen ist störanfällig. Die Nager haben in der Darmwand nur eine schwache Muskulatur. Der Nahrungsbrei wird durch ständiges Fressen weitergeschoben (Stopfdarm). Daher darf Kaninchen und Meerschweinchen niemals das Futter ausgehen. Sie müssen ständig gutes Heu zur Verfügung haben, damit die Verdauung nicht zu Erliegen kommt.

Der Kot von Kaninchen und Meerschweinchen ist selbst bei artgerechter Fütterung relativ hart und trocken. Fehlt es an Frisch- und Raufutter, kommt es im Enddarm zur Verstopfung. 

Auch ungewohntes Futter, insbesondere Kohlarten und Klee verursachen Blähungen. Ist bereits der Magen gebläht, spricht man beim Kaninchen von Trommelsucht: Die Tiere "trommeln" vor schmerz mi den Hinterläufen und sind in akuter Lebensgefahr. 

 

Behandlung:

Bei leichten Blähungen oder Verstopfungen kann man gerne auch mal mit verschiedenen Heilkräutern zur Verbesserung versuchen. Wie mit zum Beispiel:

-Ackerwinde                                                                                                   -Dill

- Fünffingerkraut                                                                                          - Fenchel

- Huflattich                                                                                                   - Spitzwegerich

Falls das Tier jedoch nicht mehr frisst, apathisch oder die Trommelsucht hat ist sofortige Hilfe bei einem Tierarzt zu suchen.


Zahnerkrankungen

Bei Kaninchen ist eine Zahnerkrankung leider sehr häufig was meistens eine Dauerbehandlung benötigt.

Kaninchen haben 28 Zähne: 4 Schneidezähne (die 2 oberen sollten über die 2 unteren Zähne greifen), dahinter 2 Stiftzähne, 12 Backenzähne im Oberkiefer und 10 Backenzähne im Unterkiefer. Die Zähne des Kaninchens wachsen ihr ganzes Leben lang im Monat sind das ca. 0.9 cm. Durch die ständige Reibung beim Kauen wetzen sie sich gegenseitig ab. Darum ist es sehr wichtig, den Tieren vielfältige und immer wieder frische natürliche Nager Materialien in Form von Ästen anzubieten sowie viel Heu, damit sie immer etwas zu kauen haben.

 

Wie erkennt man frühzeitig eine Zahnfehlstellung? :

- Bei dem regelmässig durchzuführendem Gesundheitscheck....

- Bei tränenden Augen

- Bei starker Gewichts Abnahme

- Bei einem Nassen Kinn

 

Wie entstehen Zahnfehlstellungen: 

- falsche Ernährung -> Zuwenig Zahnabrieb

- Angeborene Zahnfellstellung

- ein abgebrochener Zahn der falsch verheilt ist

 

Behandlung:

Bei einer Feststellung eines der obenstehenden punkte (wie entstehen Zahnfehlstellungen?)  sollten diese durch den Tierarzt abgeklärt werden. Gemeinsam mit dem Tierarzt wird man das beste für das Tier entscheiden können. 

Vorbeugend: sollten sie immer Rohfutter zur Verfügung haben!!!


Wunde Läufe

Wunde Läufe treten beim Kaninchen häufig bei:

- zu harter Einstreu

- unhygienische Haltungsbedingungen

- zu langen & deformierten Krallen auf

 

Behandlung:

Solange die Läufe noch nicht Wund sind und Wundsekret entsteht sollte das noch ziemlich gut mit einer Ringelblumensalbe und Kamillenblütentee behandelt werden können. 

Zuerst die Pfoten mit dem Kamillenblütentee säubern danach leicht abtrocknen anschliessend etwas Ringelblumensalbe drauf geben. Am besten setzt man das Kaninchen für ca. 10 min in einen Bereich  der mit einem Badetuch, Zeitungspapier oder Kartonausgelegt ist. Man kann auch einen leichten Verband drum machen der sollte aber nach min. 30 Minuten wieder entfernt werden.

 

Sollte die Verletzung schon etwas fortgeschrittener sein sollte man den Tierarzt aufsuchen.


Kaninchen Schnupfen

Der weitbekannte Kaninchen Schnupfen ist frühzeitig schon ernst zu nehmen. Ähnlich wie beim menschlichen Schnupfen, ist Kaninchenschnupfen ansteckend. Betroffene Kaninchen sondern aus ihrer Nase vermehrt Sekret ab. Oftmals zeigen sie weitere Symptome wie Niesen, Atemnot oder auch gerötete Augen. Verschiedene Krankheitskeime können Kaninchenschnupfen auslösen, wobei es sich meist um Bakterien handelt. Kaninchenschnupfen kann sehr zäh sein, besonders wenn er nicht frühzeitig behandelt wird.

 

Auslöser: 

- schwaches Immunsystem

- Stress durch zu vieles hochnehmen, Umzug oder Vergesellschaftung

- schlechte Haltungsbedingungen

 

Behandlung:

Kamille, Spitzwegerich, Hagebutte oder Ginko Blätter sind gute Heilkräuter zur Vorbeugung und Behandlung des Schnupfens. Falls der Schnupfen immer schlimmer wird die Augen gerötet sind sollte man sich rat bei einem Tierarzt holen. 


Milben

Beobachten sie bei ihren Kaninchen plötzlich schuppige Hautstellen und starken Haarausfall oder kratzen sich die Tiere auffallend häufig, könnten sie von Milben befallen sein. 

Milbenbefall tritt häufig in Stresssituationen auf, wenn das Immunsystem stark gefordert oder geschwächt ist. Gründe dafür können Anpassungsschwierigkeiten, Krankheit, Rangverlust in der Hierarchie oder Überbelegung des Geheges sein. Es liegt an uns, die Ursachen für den Stress herauszufinden und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Natürliche Materialien aus Wald und Garten sind nicht die Ursache eines Milbenbefalls, sondern wirken sich im Gegenteil günstig aus. Beschäftigte Tiere sind widerstandsfähiger als gelangweilte. 

 

Behandlung:

Muss vom Tierarzt behandelt werden.


Kokzidien

Kokzidien sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden! Eine rechtzeitige tierärztliche Behandlung ist bei Kokzidien unbedingt erforderlich. Jungtiere versterben unbehandelt recht schnell an Kokzidiose oder ihrer Symptomen, auch geschwächte oder chronisch kranke Alttiere fallen der Kokzidiose oft zum Opfer. 

 

Symptome

 

Kokzidiose verursacht Symptome wie (wiederkehrende) Ausgasungen und Magenüberladungen, seltener auch Durchfall (oft übel riechend), Abmagerung, schlechte Futteraufnahme und andere Störungen der Verdauung. Im fortgeschrittenen Stadium stellt das Kaninchen die Nahrungsaufnahme ein oder werden apathisch. Betroffene Jungkaninchen sind oft abgemagert oder entwickeln sich schlecht oder langsam. In manchen Fällen werden bei Kaninchen auch Lähmungen, Ausfluss aus Maul und Nase, Fieber und Krämpfe festgestellt.

 

Behandlung 

Muss dringend vom Tierarzt behandelt werden.