Haltung

Kaninchen sind sehr bewegungsfreudige Tiere, die immer Abwechslung brauchen. Das Gehege sollte dementsprechend gestaltet sein.

 

Platzbedarf

Für mich ist eine passende Regel: für die ersten zwei Kaninchen je 2m2, für jedes weitere + 1m2 (variiert mit der Grösse der Rasse). Diese Masse sollten Sie immer zur Verfügung haben.

 

Einrichtung

In jedem Stall sollte es für jedes Kaninchen eine Rückzugsmöglichkeit geben, wie zum Beispiel: Kuschelkiste, Tunnel oder Häuschen. Was meine Kaninchen besonders gerne mögen, sind unterschiedliche Untergründe (Rindenmulch, Erde, Sand, Teppich, Stein oder Beton). Knabberäste wie Birke, Tanne, Eiche u.s.w. müssen ebenfalls immer zur Verfügung stehen, um den Zahnabrieb zu fördern.

 

Aussenhaltung

Bei der Aussenhaltung können die Kaninchen am natürlichsten Leben. Wichtig: es ist besonders auf die Sicherung des Geheges zu achten. Besonders wichtig ist, dass sich die Tiere nicht aus dem Gehege buddeln können. Da gibt es mehrere Möglichkeiten dem Problem entgegen zu wirken: man kann alles mit Steinplatten auslegen, am Rand entlang min. 50cm weit Gitter runter ziehen oder ca. 20cm unter der Erde Gitter darunter ziehen (ist wohl die anstrengendste Variante). Was nicht geeignet ist das Gitter auf der Oberfläche zu haben das ist für die Pfoten des Kaninchens nicht besonders gut. Was nicht vergessen werden darf, ist der Schutz von oben (Greifvogel, Fuchs, Marder usw.). Auch sollte es keine Zugluft haben und mindesten 1/3 sollte überdacht sein, wie auch genügend Schattenplätze sollten gewährleistet sein (schon bei 28C besteht die Gefahr für einen Hitzeschlag). 

 

Innenhaltung

Nicht weniger anspruchsvoll ist die Innenhaltung, im besten Fall richtet man gleich ein Kaninchenzimmer ein. Wichtig dabei ist genug Sonnenlicht und Frischluftzufuhr. Wenn kein Zimmer zu Verfügung steht, kann man natürlich auch anders den Tieren gerecht werden. Kabel, Giftpflanzen und sonstiges, was nicht Kaninchen sicher ist, sollte ausser Reichweite sein. Es muss auch beachtet werden, das Kaninchen alles annagen und markieren. Gewiss sind sie bedingt Stubenrein, es kann jedoch immer wieder passieren, dass ein Kötel daneben geht.

 

Wichtig !!!

Niemals die Kaninchen einfach von draussen nach drinnen nehmen oder andersherum. Falls die Kaninchen wieder nach draussen müssen, nur zwischen Mai - Juni und langsam wieder daran gewöhnen. Umgekehrt, falls die Tiere wieder ins Haus müssen, erst ab August-September und auch ganz langsam.

Den Kaninchen legen ein Winterfell an, wenn sie einfach ins Haus genommen werden, würden sie fürchterlich schwitzen und könnten daran krank werden.

Im Winter

Kaninchen ertragen Kälte und Frost meist besser, als Sonne und Hitze. Jedoch gibt es doch einige Punkte zu beachten, denn nicht alle Kaninchen sind für eine Überwinterung draussen geeignet.

+ Gesunde Kaninchen mit einem guten Unterfell, kann man ohne Sorgen     draussen überwintern.

- Ältere oder stark geschwächte Tiere, sollte man schon im August an die Zimmertemperaturen gewöhnen. Bei den meisten älteren Kaninchen, klappt der Fellwechsel nicht mehr so gut und so haben sie kein Unterfell, das sie im Winter wärmt.

 

Was man sonst noch beachten sollte:

  • min. 1 Kaninchen Partner (niemals alleine)
  • warm und isolierend einstreuen
  • genügend Platz (zum warm hoppeln)
  • energiereiches Futter (Getreidefrei)
  • min. 1/3 des Geheges sollte immer Nässe, Wind und Schnee geschützt sein
  • kontrollieren, dass es immer Wasser zur Verfügung hat (das es nicht gefriert)